Montag, 23. November 2009

Galiläa-Exkursion 1. Tag


Viertel Neun stiegen wir in den Bus um den Jordangraben durchquerend Galiläa zu erreichen. Ziel war Tabgha, ein kleiner Ort  am See Genezareth gelegen, in dem die Benediktiner der Dormitio ein Priorat eingerichtet.
Bevor wir Tabgha erreichten gab es noch einige Abstecher an einige interessante Orte.
Zunäächst fuhren wir nach Bet Alfa, wo es eine Synagoge aus dem fünften Jh. n.Chr. Freilich sind nur noch einige Mauerreste erhalten, aber auch ein spannendes Mosaik mit Tierkreiszeichen und Heliosdarstellungen. Für eine Synagoge sind solche Mosaiken nicht selbstverständlich – ich erinnere an das Bilderverbot. So aber zeigen sie den Einfluss des Hellenismus auf die jüdische Kultur.
Als nächstes stand das antike Bet Shean auf dem Programm. …war in jesuanischer Zeit Hauptstadt der Dekapolis, also eine bedeutende Stadt, da sie an wichtigen strategischen Punkten gelegen war. Die Römer bauten die Stadt zu einem auch kulturellen Zentrum aus, in dem sie die Stadt nicht nur mit Bädern, sondern sogar mit einem Amphitheater. Beat Shean ist aber schon wesentlich länger besiedelt, mindestens seit den Ägyptern, die hier auch schon die hervorragende Aussicht nutzten, um die Region militärisch in den Griff zu kriegen.
Als letztes stand eine weitere Synagoge samt Mosaik auf. Die ebenfalls aus dem fünften Jh. stammende Synagoge von Hammat Tiberias ist ebenfalls nur noch bruchtsückhaft erhalten, aber auch sie weist ein sog. Zodiakmosaik auf.   Leider konnte ich es nicht fotografieren….
Später kamen wir in Tabgha an und ich war wirklich hin und weg. Man kann ja schon von der gesamten Landschaft Galiläas sagen, dass sie bedeutend schöner ist als die karge Region um Jerusalem, aber Tabgha toppt das alles. Alles ist grün und durch die unmittelbare Lage am See Genezareth einfach dazu prädestiniert, um hier die Seele baumeln zu lassen. Kein Wunder, dass es Jesus und den Jünger hier so gut gefallen hat…







 



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