2. Tag
Wer wissen will, was es mit dem Ort Kursi zu tun hat der heute am Ostufer des Sees Genezareth liegt, der schaue mal in Mk 5,1-20 nach. Diese wundersame Geschichte könnte sich hier ereignet haben. Jedenfalls gedachte man ihrer hier in dieser bruchstückhaft erhaltenen Basilika. Als nächstes ging es steil bergauf, um die auf einer Anhöhe gelegene Ruinenstadt Hippos zu erreichen.
Nach einer weiteren halben Stunde Busfahrt stand ein archäologisches Museum in dem Kibbuz Sha’ar Ha Golan auf dem Programm. Hier lernten wir nicht nur, dass Scha’ar Ha Golan die Wiege der steinzeitlichen Yarmukkultur ist, sondern auch, dass das damalige Schönheitsideal von Frauen träumte, die „substanziell“ ein bisschen mehr auf die Waage zu legen hatten. Gott sei Dank haben sich die Zeiten geändert…
Dann mussten wir uns sputen, um pünktlich um ein Uhr das am Nordufer des Kinnerets gelegene Wasserwerk von Mekorot, der israelischen Wasserbehörde zu erreichen. Diese Pumpanlage, die im Jahr 500 Mio m³ Wasser in den Süden Israels pumpt, ist so etwas wie ein technisches Wunderwerk. U.a. deswegen war den Betreibern nicht sehr daran gelegen, dass wir neben einer Einführungsveranstaltung auch noch eine Besichtigung der Pumpanlagen vornehmen. Eigentlich war diese ebenfalls vorgesehen. Komischerweise fanden ausgerechnet heute irgendwelche Instandsetzungsmaßnahmen statt, die dieses Vorhaben vereitelten. Noch komischererweise hörten sich die Studienjahre der vergangenen Jahre die gleiche Ausrede an. Das kann nur freilich nur an mangelhafter Organisation liegen…
Anschließend statteten wir einem muslimischen Wüstenpalast einen Besuch ab und zum Schluss des heutigen machten wir uns noch mit den Ortstraditionen von Tabgha vertraut, der
Blick auf den Golan
Die Säulen der christlichen Basilika in Hippos, die nach einem Erdbeben im 6. Jh. umgestürzt sind.
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