Freitag, 11. September 2009

Sinai - 1. Tag

Mir geht's schon etwas besser, also nun ein bisschen ausführlicher: Die Tage, bevor die Exkursion begann, waren mit allerlei Vorbereitungen ausgefüllt. Eine wichtige Sache war das Präparieren der Haare. Das hieß für den Großteil der männlichen Teilnehmer: Haare ab; und für die weiblichen, sowie die mit längeren Haupthaar ausgestatteten männlichen Teilnehmer: Zöpfe flechten. Während des Wochenendes trafen daneben noch weitere Exkursionsteilnehmer ein: Father Luke (Benediktinermönch aus Irland), Christoph (ehemaliger Studienjahrler und erfahrener Sinai-Wanderer), und Dr. Bernhard Pajonk (ehemaliger Benediktiner, jetzt Leiter eines Krankenhauses - unser Exkursionsarzt). Auch unser Studienpräfekt, Bruder Josef, war mit von der Partie und natürlich unsere drei israelischen Guides: Daphna(lebt in einem Kibbuz im Süden und hat schon ausführliche Forschungen über Pflanzen im Sinai angestellt), Arnon (kommt aus einem kleinen Dorf im Norden, begleitet das Studienjahr schon seit etlichen Jahren im Sinai und arbeitet sonst als Lehrer) und Erad (aus Tel Aviv, war zum ersten mal als Guide mit, weil er ab dem nächsten Jahr Daphna und Arnon als Guides ablösen soll). Am Montag ging es dann los. Wir sind zunächst in den Süden Israels gefahren, am Toten Meer entlang, um uns in dem Areal von Timna (in der Nähe von Eilad) Ausgrabungsstätten anzusehen. In Timna gab es schon seit der frühen Bronzezeit (2850-2650 v. Chr.) erste Siedlungen. Später ließen Ägypter und Midianiter hier Kupfer abbauen und verhütten. Religionsgeschichtlich interessant ist ein Heiligtum, dass Ende der 60er Jahre hier ausgebuddelt wurde. Unter den den Ägyptern diente dieses Heiligtum der Verehrung der Göttin Hathor. Die Midianiter nutzten um die Jahrtausendwende das Heiligtum für ihre Zwecke. Einige Forscher vermuteten für die israelitische Zeit die Verehrung eines Zeltheiligtums, was heute aber stark bezweifelt wird. Anschließend sind wir noch ein bisschen herumgewandert, um dann von unserem Busfahrer in ein kurz vor der ägyptischen Grenze gelegenes Wadi gebracht zu werden, wo wir übernachteten.

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