Freitag, 28. August 2009

Auf dem Ölberg

Nachdem wir am Mittwoch unsere erste Prüfung hinter uns gelassen haben und Max und Ich bis spät in die Nacht gesessen haben, um ein Liederheft für unser Studienjahr zurechtzubasteln, ging es am Donnerstag mal wieder auf Exkursion. Ziel war der Ölberg mit seinen Kirchen. Die Kirche der Nationen hab ich hier nicht mit dabei. Dafür einen (vielleicht) 2000 Jahre alten Olivenbaum aus dem Garten Gethsemane. Von dort ging es weiter zur Magdalenenkirche an die eine kleine Gemeinschaft von russisch-orthodoxen Nonnen angeschlossen ist. Als nächstes stand die kleine Dominus Flevit Kapelle auf dem Programm. Dem Namen nach stand hier Jesus kurz vor seinem Tod und weinte, mit Blick auf die Stadt, über das Schicksal Jerusalems. Heute hat man von Dominus Flevit aus diesen herrlichen Blick auf die Jerusalemer Altstadt. Zu Jesu Zeiten dürfte Jerusalem etwas weiter südlicher gelegen sein. Nicht zu verkennen der Turm des Felsendomes, dessen Kuppel erst in den 1960er vergoldet wurde. Die dunkle Kuppel am linken Rand gehört zu al-Aksa Moschee. Rechts darüber sieht man eine weiße Kuppel, die zur gerade sich im Wiederaufbau befindenden Hurva Synagoge gehört. Der Kirchturm unmittelbar links vom Felsendom gehört zur Erlöserkirche (von olle Willhelm II. spendiert, als er Geld für sowas hatte) und die graue Kuppel rechts hinterm Felsendom ist die der Grabeskirche. Die anderen Kirchtürme lass ich jetzt mal geflissentlich weg (die Faulheit hat mal wieder gesiegt). Anschließend gings weiter zu dem Ort, von dem aus Jesus gen Himmel gefahren ist. Heute steht da nur noch ein polygonales Dingsbums (den Begriff 'polygonal' hab ich von Prof. Krüger. 'Polygonal' muss man immer dann sagen, wenn man zu faul war, die Ecken des Gebäudes zu zählen. Sehr praktisch.) mit ohne Dach und einem kleinen Gebäude drin, wo dann mit viel Fantasie ein Fussabdruck zu erkennen ist, der vermuten lässt, dass Jesus nicht nur eine bedeutende Persönlichkeit war, sondern auch über phänomenal große Füße verfügte. Geschätzte Schuhgröße: 56. Zum Schluss haben wir dann noch in Bethanien unser typisches Studienjahrspicknick zu uns genommen So jetzt mache ich Schluss, weil wir uns jetzt noch in der Gruppe über Ökumene unterhalten sollen.

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